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Der Erste Weltkrieg - Ende der Monarchie und Teilung Tirols

Thronfolger Franz FerdinandÖsterreich-Ungarn und seine Nachfolgestaaten Die Österreichisch-ungarische Monarchie war ein Vielvölkerstaat mit rund 49 Millionen Einwohnern unter der Regierung von Kaiser Franz Joseph. Viele dieser Völker forderten Selbständigkeit, was großteils blutig unterdrückt wurde. Als im Jahre 1914 der Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo ermordet wurde, stellte Österreich-Ungarn an Serbien ein Ultimatum. Da dieses nicht erfüllt wurde, begann der Erste Weltkrieg.

Österreich-Ungarn, Deutschland und Italien bildeten zunächst die Mittelmächte (Dreibund) und kämpften gegen die Entente (Bündnis von England, Frankreich und Russland). Italien forderte ganz Südtirol bis zum Brennerpass, trat auf die Seite des Feindes über und erklärte Österreich-Ungarn den Krieg.

Dreibund Entente

Tiroler Kaiserjäger (Foto Andreas Sapan)Entlang der Berge im Süden Tirols entstand die Südfront, eine rund 350 km lange Frontlinie mit der Dolomitenfront im Zentrum. Hier kämpften Italiener gegen Österreicher, vor allem gegen Tiroler. Als besonders hart sind die Kämpfe um den Monte Piano, Col di Lana und den Monte Pasubio in die Geschichte eingegangen. Geschossen wurde von Gipfel zu Gipfel, wobei der Feind Stollen in die Berge bohrte, um die Berggipfel wegzusprengen. Gerade in den Wintermonaten mussten die Soldaten in Eis und Schnee unter unmenschlichen Bedingungen ausharren. Nicht selten waren bis zu 12 m hohe verschneite Eingänge zu Mannschaftsunterkünften wegzuschaufeln. Als eine der tapfersten Einheiten sind die Tiroler Kaiserjäger bekannt.

Im Jahre 1916 starb Kaiser Franz Joseph nach 68 Regierungsjahren. Er war das Symbol der Einheit Monarchie gewesen. Ihm folgte von 1916-1918 Kaiser Karl I., der allerdings nicht mehr viel ändern konnte. Die Österreichisch-ungarische Monarchie war dem Untergang geweiht.

1918 war der Erste Weltkrieg zu Ende, Österreich-Ungarn und Deutschland hatten verloren. Die Österreichisch-ungarische Monarchie zerfiel in verschiedene Nachfolgestaaten. Zur Gänze gingen Österreich, Ungarn und die Stellung am Ortler (Foto Andreas Sapan)Tschechoslowakei daraus hervor, Teile fielen an Rumänien, Jugoslawien, Italien und Polen.

In den Friedensverträgen von St. Germain, einem Vorort von Paris , wurde Tirol 1919 in drei Teile zerrissen:

  • Nordtirol und Osttirol blieben bei Österreich
  • Südtirol kam ab dem Brennerpass zu Italien, auch das Trentino (Welschtirol) wurde ein Teil Italiens

Tirol vor 1919 Tirol nach 1919

Zusatzinformation
Pfeil Kaiser Karl I. - letzter österreichischer Kaiser
Pfeil Die Österreichisch-ungarische Monarchie als Vielvölkerstaat
Pfeil Bericht von den Kämpfen an der Dolomitenfront

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